Arbeitgeberhaftung

Wann haften Arbeitgeber den beschäftigten Arbeitnehmern auf Schadensersatz? Eigentlich ist es mit der Arbeitgeberhaftung einfach: Arbeitgeber haften, wenn

  1. der Arbeitgeber Rechtspflichten verletzt hat, die er gegenüber dem Arbeitnehmer einzuhalten hat,
  2. diese Pflichtverletzung verschuldet – nämlich vorsätzlich oder fahrlässig – begangen war und
  3. dem Arbeitnehmer als Folge der Pflichtverletzung ein bestimmter Schaden entstanden ist.

Die Arbeitgeberhaftung gehört vor dem Arbeitsgerichten zu den rechtlich und praktisch eher schwierigen Themen. Viele Richter möchten aus eher subjektiven Gründen eine Arbeitgeberhaftung möglichst nur in Ausnahmefällen zulassen. Hierbei halten sich viele Richter leider nicht an die vom Bundesgerichtshof und dem Bundesarbeitsgericht geforderten Standards des Haftpflichtrechts. Dies hat zur Folge, dass das Bundesarbeitsgericht die Landesarbeitsgerichte immer wieder korrigieren muss. In meinem Artikel „Mobbing – Urteile zu Schmerzensgeld und Schadenersatz“ können Sie eine Übersicht über die verschiedene Abwimmeleien nachlesen.

Ich stelle für Sie hier Einzelheiten zum Thema Arbeitgeberhaftung zusammen.

Schadensersatz wegen rechtswidriger Kündigung: Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 31.10.1972, 1 AZR 11/72

Schadensersatz für unwirksame Kündigung. Schadensersatz wegen Minderungen des Arbeitslosengeldes nach fristwidriger Kündigung. BAG Urteil vom 17.7.2003, 8 AZR 486/02 Leitsätze (von Rechtsanwalt Buschmann) Spricht der Arbeitgeber eine unberechtigte Kündigung aus, ist dies eine Vertragsverletzung (vgl. BAG 24. Oktober 1974 – 3 AZR 488/73 – AP BGB § 276 Vertragsverletzung Nr. 2 = EzA BGB § […]

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